Neuere Forschungen im Stadtarchiv Greifswald haben ans Licht gebracht, dass sich das Haus, in dem die Dichterin Sibylla Schwarz (1621-1638) vermutlich gelebt hat, an der heutigen Domstraße 12 befunden hat. Es war das Wohnhaus ihres Vaters, des Bürgermeisters Christian Schwarz, und stand auf einem dem damaligen Universitätshauptgebäude benachbarten Grundstück.
Nachdem es der Sibylla Schwarz Gesellschaft gelungen ist, mit Hilfe der Stadt, des Landes Mecklenburg-Vorpommern und verschiedener Stiftungen 2021 ein erfolgreiches Festjahr zum 400. Geburtstag der Dichterin zu gestalten, soll nun mit einer Gedenktafel auf den historischen Ort sichtbar hingewiesen werden. Wenn auch das heutige Gebäude, an dem die Tafel angebracht wird, nicht mehr das ursprüngliche Wohnhaus ist, so kommen wir doch an kaum einem Ort unserer Dichterin so nahe wie hier.

Die Gedenktafel wurde am Freitag, dem 24. April 2026, um 15 Uhr feierlich enthüllt
Das Ensemble Amaltea hat musiziert. Bürgerschaftspräsidentin Tolani, weitere Bürgerschaftsmitglieder, die Landtagsabgeordnete Anna Konstanze Schröder, Vertreter des Kulturamts der Stadt, Pastorin und Pastoren der Dom- und der Jacobikirchengemeinde gaben uns die Ehre. Rund fünfzig Gäste sind der Einladung zu den anschließenden Vorträgen im Gemeindesaal der Domgemeinde gefolgt.



Ein Artikel der Ostseezeitung ist hier einzusehen, auch das Nordmagazin hat berichtet (zur Mediathek [Min. 10,12]). Die Tafel wurde durch die Universitäts- und Hansestadt Greifswald, die Bürgerstiftung Vorpommern und die Ehrenamtsstiftung Mecklenburg-Vorpommern gefördert.
